Newsletter AG Aidsprävention - HIV/STI in NRW
Juni 2026
Liebe Kolleg*innen, liebe Kooperationspartner*innen,
wir hoffen, dass alle die massive Hitzewelle gut überstanden haben und die bevorstehenden Sommerferien Zeit für Erholung bieten. Bevor es so weit ist, haben wir wieder aktuelle Nachrichten zusammengestellt, die wir teilen möchten. Gerne nehmen wir auch Informationen entgegen, die von allgemeinem Interesse für den Fachbereich sind. Bitte senden Sie uns diese einfach per Mail an info@aids-nrw.de.
Aktuelles aus der AG Aidsprävention – HIV/STI in NRW
23. September 2026
Einladung zum Fachtag HIV/STI-Versorgung von Frauen in NRW
Die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsämtern, Aidshilfen und weiteren freien Trägern ist ein zentraler Baustein für eine wirksame HIV/STI-Prävention in Nordrhein-Westfalen. Nur durch gut abgestimmte Kooperationen gelingt es, Menschen einen möglichst barrierearmen Zugang zu Testangeboten, Beratung und Versorgung zu eröffnen. Vor diesem Hintergrund lädt die Arbeitsgemeinschaft Aidsprävention – HIV/STI in NRW herzlich zur ganztägigen Fachtagung am 23. September 2026 in das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund ein.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Gesundheitsämtern, Aidshilfen sowie weiteren relevanten Einrichtungen und Projekten, an Mediziner*innen und medizinisches Fachpersonal, insbesondere aus den Bereichen der hausärztlichen Versorgung, Gynäkologie und HIV-Schwerpunktpraxen. Ziel ist es, den fachlichen Austausch zu stärken, bestehende Kooperationen weiterzuentwickeln und neue Impulse für die gemeinsame Arbeit zu setzen.
Die Veranstaltung ist durch die Akademie für Infektionsmedizin (7 iCME-Punkte) zertifiziert. Weitere Informationen und die Online-Anmeldung gibt es auf aids-nrw.de.
Infos und News
RKI: HIV-Jahresbericht 2025 - Epidemiologische Entwicklung 2025
Für das Jahr 2025 wurden dem RKI bis zum 01.04.2026 insgesamt 3.152 gesicherte HIV-Neudiagnosen gemeldet. Dies stellt keine wesentliche Änderung zum Vorjahr dar, in dem 3.280 gesicherte HIV-Neudiagnosen gemeldet wurden. Für 2025 ist zu berücksichtigen, dass auch in diesem Meldejahr noch in erheblichem Umfang HIV-Meldungen von aus der Ukraine nach Deutschland geflüchteten Personen erfolgten und anzunehmen ist, dass bei den meisten dieser Fälle die HIV-Diagnose und der Behandlungsbeginn bereits in der Ukraine erfolgten. Folglich handelt es sich hier meistens nicht um tatsächliche Neudiagnosen, sondern um den erstmaligen Nachweis der HIV-Infektion in Deutschland. Hier geht es zum Bericht.
Deklaration zur globalen HIV/Aids-Strategie für die nächsten 5 Jahre beschlossen
Die Vereinten Nationen haben eine Strategie beschlossen. Die Gefahr einer Rückkehr von Aids ist damit keineswegs gebannt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Aktionsbündnis gegen Aids, der Deutschen Aidshilfe und der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung heißt es unter anderem: „Wir begrüßen, dass es trotz massiver Konflikte gelungen ist, diese Deklaration zu verabschieden. In unsicheren Zeiten wie diesen ist ein gemeinsamer Bezugspunkt der Vereinten Nationen enorm wichtig. Wir sehen aber auch die Schwächen der Deklaration und in vielen Ländern eine zunehmende Feindlichkeit gegenüber Minderheiten, die von HIV/Aids betroffen sind. Hinzu kommen dramatische Lücken in der Finanzierung. Das erfüllt uns mit tiefer Sorge.“ Die gesamte Pressemeldung und die Texte der Deklaration auf Englisch und Deutsch, sowie weitere Informationen gibt es auf aidshilfe.de
ART: 30 Jahre HIV-Therapie
Ende 1997 bekamen in den USA schon 94 % der Menschen mit HIV eine lebensrettende „hochaktive antiretrovirale Therapie“ (HAART) mit einem der 1995 auf den Markt gekommenen, damals neuen Protease-Inhibitoren. Die allermeisten der schätzungsweise 22 bis 23 Millionen Menschen weltweit, die damals mit HIV lebten, wussten da aber noch nicht einmal, dass sie sich infiziert hatten, weil schlicht Tests fehlten.
Interviews und Einschätzungen zu dem Thema gibt es auf aidshilfe.de
RKI – Epidemiologisches Bulletin Nr. 27/2026
Die ständige Impfkommission (STIKO) und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. (DTG) haben neue Empfehlungen Reiseimpfungen veröffentlicht. Hier geht es zum Epidemiologischen Bulletin.
Aktuelles zur Fachdatenerhebung.NRW
Schließung des Berichtsjahrs 2025
Anfang Juli wurde das Erhebungsjahr 2025 geschlossen. Wir danken allen Teilnehmenden ganz herzlich für die investierte Zeit und Mühe bei der Dateneingabe des vergangenen Jahres! Der Bericht zur Erhebung wird zum Welt-Aids-Tag 2026 veröffentlicht.
Freischaltung Erhebungsjahr 2026
Für die Einrichtungen, die ihre Daten im laufenden Kalenderjahr eingeben möchten, ist das Erhebungsjahr 2026 seit einiger Zeit freigeschaltet worden.
Feedback-Umfrage zur Fachdatenerhebung
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an unserer kurzen Feedback-Umfrage teilnehmen. Ihre Rückmeldungen sind für uns sehr hilfreich! Hier geht es zur Umfrage.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse. Wenn Sie Fragen haben oder mehr erfahren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Stephan Gellrich und Christian Zacharias