Landeskommission veröffentlicht zwei neue Empfehlungen

Dr. Dieter Mitrenga, Vorsitzender der Landeskommission (Foto: Altengarten/ÄkNo)14. Juni 2017 - Im Mai 2017 hat die Landeskommission AIDS (Vorsitzender: Dr. Dieter Mitrenga (Bild rechts)) zwei Empfehlungen verabschiedet, die heute veröffentlicht worden sind.


Zur Versorgung von HIV-positiven Geflüchteten

Die Zunahme von Asylsuchenden aus Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas hat sich laut Robert Koch-Institut kaum auf die Zahl der HIV-Neudiagnosen im Jahr 2015 ausgewirkt. Gleichwohl sind unter den Geflüchteten, die in Nordrhein-Westfalen leben, Menschen, die einen Zugang zu Prävention, Beratung, Untersuchung und Behandlung besonders benötigen. Dies hat die Landeskommission AIDS bewogen, die aktuellen Herausforderungen zu beschreiben und Hinweise zur Deckung des Bedarfes geflüchteter HIV-positiver Menschen zu geben.

Themen sind unter anderem Sprach-und Kulturmittlung, Zugang zu Beratung und Test, leitliniengerechte Behandlung der HIV-Infektion in allen Stadien und die Diskriminierung von Geflüchteten mit HIV in Gemeinschaftsunterkünften.

Die gesamte Empfehlung finden Sie hier.

 

Zur Verbesserung der Lebenssituation von Drogen gebrauchenden Menschen im Kontext von HIV/AIDS und Hepatitis

Die neuesten Erkenntnisse aus der DRUCK-Studie des Robert-Koch-Institutes, Berlin, zeigen deutlich einen Handlungsbedarf bezüglich der Verbesserung der Lebenssituation von Drogen gebrauchenden Menschen im Kontext von HIV/AIDS und Hepatitis auf. Die Landeskommission AIDS macht deutlich, in welchen Feldern die Akteur*innen im HIV/AIDS- und im Sucht-Bereich aktiv werden sollten.

Unter anderem werden folgend Bereiche benannt: Prüfung neuerer Erkenntnissen über die Vorteile der Regulierung von Betäubungsmitteln, zielgruppenspezifische Testangebote für HIV und HCV, niedrigschwelliger Zugang zu Versorgungsangeboten, Safer-Use-Angebote, Entwicklung geeigneter Maßnahmen zum Drug Checking, Berücksichtigung der Selbsthilfe Drogen gebrauchender Menschen, Justizvollzug, Beachtung genderspezifische Aspekte.

Die gesamte Empfehlung finden Sie hier.

 

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